Jan Musekamp studierte Kulturwissenschaften und Geschichte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) sowie in Toruń und Brno. Von 2003 bis 2006 war er Stipendiat der ZEIT-Stiftung im Graduiertenprogramm „Die Deutschen und ihre östlichen Nachbarn“. Danach arbeitete er eineinhalb Jahre als Referent im Auswärtigen Amt.
An der Viadrina schloss er 2010 seine Promotion und 2017 seine Habilitation ab. Als Privatdozent hat er die venia legendi „Neuere und Neueste Geschichte.“ In dieser Phase war er zudem Postdoctoral Fellow im International and Area Studies Program der Washington University in St. Louis. Er lehrte osteuropäische Geschichte an der Viadrina und als Visiting Assistant Professor an der University of Texas at Austin.
Von 2018 bis 2024 war er Associate Professor an der University of Pittsburgh. Seit November 2024 ist er stellvertretender Direktor des DHI Warschau. Außerdem wirkte er an Ausstellungen in Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder) und Szczecin mit.
Im Mittelpunkt stehen Bewegungen von Menschen, Dingen und Wissen. Musekamps Arbeiten fragen danach, wie Infrastrukturen, politische Grenzen und kulturelle Aneignung lokale Erfahrungen mit weitreichenden transnationalen Prozessen verbinden.
Forschungsperspektive